Januar 2008 Der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV) tritt in Kraft: Nur noch staatliche Sportwetten sind erlaubt, Online-Glücksspiele sind komplett verboten.
| Zielgruppe | Präferierte Kanäle | Typische Werbebotschaft / Motiv | Besondere rechtliche Auflagen |
|---|---|---|---|
| Sportinteressierte (v.a. Männer 18-49) | Sport-TV, Sport-Websites, Fußball-Podcasts | Quoten, Live-Wetten, "Dabeisein"-Gefühl | Warnhinweise bei Sportevents prominent |
| Casino-Spieler (gemischte Altersgruppen) | Unterhaltungs-TV, Lifestyle-Magazine, Online-Video | Unterhaltung, Spannung, Jackpot-Träume | Klare Suchtpräventionshinweise |
| Lottospieler (breite Bevölkerung) | Tageszeitung, Radio, Außenwerbung (Plakate) | Traum vom großen Geld, Gemeinschaft (Klasse) | Transparenz der Gewinnchancen |
| E-Sports-Enthusiasten (jünger) | Twitch, Gaming-Websites, E-Sports-Streams | Wetten auf E-Sports-Matches, Skin-Betting | Strikte Alterskontrolle, keine Jugend-Idole |
Auch Werbung wurde ausgeschlossen: In § 5 Abs.
SPD-Mann Blienert kritisiert „abenteuerlichen“ FDP-Plan
Es sei nicht am Ziel der Suchtbekämpfung ausgerichtet. Insbesondere die ausufernde Werbung und das breite Vertriebsnetz wurden kritisiert. Es stellte den Gesetzgeber vor die Wahl entweder am Monopol festzuhalten oder den Markt zu öffnen. Solle am staatlichen Wettmonopol festgehalten werden, müsse es konsequent am Ziel der Bekämpfung von Wettsucht und der Begrenzung der Wettleidenschaft ausgerichtet werden. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) fällt ein aufsehenerregendes Urteil: Behandelt wurde die Verfassungsbeschwerde einer Buchmacherin aus München, die auch Sportwetten zu festen Quoten anbieten bzw. 3 GlüStV heißt es: „Werbung für öffentliches Glücksspiel ist im Fernsehen, (…) im Internet sowie über Telekommunikationsanlagen verboten.“ Ende 2009 Die Enthüllungen der Bochumer SOKO „Flankengott“ zeigen, dass organisierte kriminelle Netzwerke für europaweit hunderte manipulierte Spiele und massiven Sportwettbetrug verantwortlich sind.
II. Definition
ins Ausland vermitteln wollte. 1. Januar 2008 Der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV) tritt in Kraft: Nur noch staatliche Sportwetten sind erlaubt, Online-Glücksspiele sind komplett verboten. Auch Werbung wurde ausgeschlossen: In § 5 Abs. 3 GlüStV heißt es: „Werbung für öffentliches Glücksspiel ist im Fernsehen, (…) im Internet sowie über Telekommunikationsanlagen verboten.“ 1. Die Enthüllungen der Bochumer SOKO „Flankengott“ zeigen, dass organisierte kriminelle Netzwerke für europaweit hunderte manipulierte Spiele und massiven Sportwettbetrug verantwortlich sind.
| Behörde / Institution | Zuständigkeitsbereich | Maßnahmen bei Verstößen | Beispiel für eine Sanktion |
|---|---|---|---|
| Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) | Zentrale Aufsicht über Online-Glücksspiel, Werbung | Bußgelder, Lizenzentzug, Sperrverfügungen | Bußgeld bis 500.000 € für unerlaubte Werbung |
| Landesmedienanstalten (z.B. BLM, LFM) | Überwachung von Rundfunk- und Telemedienwerbung | Beanstandungen, Untersagung von Werbespots | Auflage zur Korrektur eines Spots mit ungenügendem Hinweis |
| Wettbewerbszentrale | Überwachung des lauteren Wettbewerbs (UWG) | Abmahnungen, Unterlassungsklagen | Abmahnung wegen irreführender Bonuswerbung |
| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) | Präventionsarbeit, Bereitstellung von Warnhinweisen | Keine direkten Sanktionen, aber Vorgaben für Hinweise | Vorgabe des Wortlauts "Glücksspiel kann süchtig machen" |
2010 Trotz des Online-Sportwetten-Verbots: Zahlreiche Anbieter bieten einfach ihre Spieloptionen im Internet an und klagen gegen das deutsche Verbot und das Monopol für Oddset, das durch den GlüStV (auf Basis des Urteils des BVerfG) geschaffen wurde. Hintergrund: Die im EU-Recht festgeschriebene Dienstleistungsfreiheit.
4. Februar 2016
Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass in Deutschland Sportwetten-Werbung so sichtbar ist und aggressiv beworben wird? Wie konnten Anbieter von illegal angebotenen Online-Wetten Sponsoren von Fußball-Vereinen und -Verbänden werden? Wer sich mit diesen Fragen beschäftigt, taucht in eine recht komplizierte Welt aus deutschem Föderalismus, EU-Recht, Lobbyarbeit und verfehlter Glücksspielpolitik ein. Wir geben hier einen gut verständlichen Überblick, zeichnen im Zeitstrahl die Meilensteine mit ihren Auswirkungen nach und erklären, warum die Situation heute so ist, wie sie ist. Werbung für Online-Sportwetten gibt es in Deutschland schon seit deren Aufkommen Ende der 1990er-Jahre.
2. Soziale Dimension des Glücksspiels
Um zu verstehen, wieso zu manchen Zeiten aber niemand so recht einschätzen konnte, ob eine solche Vermarktung nun erlaubt ist oder nicht, hilft ein kleiner Einblick in die juristische Geschichte der Online-Sportwetten in Deutschland. Das Chaos um Rechtmäßigkeiten, Lizenzvergaben und die Frage nach der Berechtigung eines staatlichen Monopols auf Online-Sportwetten führte in eine rechtliche Grauzone. In dieser haben sogenannte „unregulierte Anbieter“ jahrzehntelang uneingeschränkt gemacht, was sie wollten. Online-Sportwetten: Faktisch erst seit Oktober 2020 rechtlich reguliert Erst seitdem es jedem Anbieter von Online-Sportwetten möglich ist, eine deutsche Lizenz zu beantragen, kam die juristische Klarheit – also erst mit Einführung des Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrages zum 1. Januar 2020.
Werbung über Videoportale, Streamingdienste und Social Media-Plattformen
Damit gehört die rechtliche Grauzone, in der sich Online-Sportwettanbieter lange Zeit in Deutschland bewegt haben, der Vergangenheit an. Momentan gilt: Nur, wer eine gültige Lizenz für den deutschen Markt erworben hat, darf hierzulande legal cas online casino bonus ohne einzahlung 2026 Sportwetten anbieten und dafür werben. Erste Erlaubnisse für (Online-)Sportwettanbieter wurden im Oktober 2020 vergeben. Der Sonderfall Schleswig-Holstein wird unten genauer beschrieben. Wichtige Meilensteine finden sich auch in der Zeitleiste. Trotz des Online-Sportwetten-Verbots: Zahlreiche Anbieter bieten einfach ihre Spieloptionen im Internet an und klagen gegen das deutsche Verbot und das Monopol für Oddset, das durch den GlüStV (auf Basis des Urteils des BVerfG) geschaffen wurde.
- Verbindliche Sperrvereinbarungen („Glücksspielsperre“) in der Werbung erwähnen
- Hinweis auf Altersbeschränkung ab 18 Jahren in jedem Werbemittel
- Verpflichtender Warnhinweis zu Suchtgefahren („Spiel verantwortungsvoll“)
- Klare Darstellung der Gewinnchancen und des Hausvorteils
8.
Landesmedienanstalt ist sich ihrer Verantwortung bewusst
Im Weg stehen den strengeren Regularien aber auch Pläne des FDP-geführten Justizministeriums, das Strafrecht anzupassen. Geändert werden sollen laut Eckpunktepapier unter anderem die Paragrafen 284 bis 287 StGB, in denen es um illegales Glücksspiel geht. Unter illegales Glücksspiel fallen etwa Pokerrunden, Wettanbieter ohne Lizenz sowie ein Drittel aller Spielautomaten. Blienert findet es richtig, dass Spielsüchtige dadurch gewissermaßen entkriminalisiert werden. Aber es sei jedoch nicht nachvollziehbar, dass gleichzeitig damit auch Anbieter von illegalem Glücksspiel profitierten.
Mit Werberichtlinie soll Graumarkt ausgetrocknet werden
„Das ist absolut kontraproduktiv, ja geradezu abenteuerlich.“ Deshalb lehnt er die Pläne ab. Neben der Werbung sollen auch die Anbieter von Glücksspiel stärker reguliert werden. Sie haben ihren Sitz in der Regel in Ländern wie Malta, wo sie sich deutschem Recht entziehen. Der Fachverband Glücksspielsucht will dagegen vorgehen und präsentierte am Rande der Sitzung einen juristischen Erfolg. So hat der Verband das in Malta ansässige Unternehmen Tipico erfolgreich abgemahnt, weil sie sich im Stadion des FC Bayern München nicht an die aktuellen Regeln gehalten haben.
Warum steht Glücksspielwerbung in der Kritik?
Der Wettanbieter warb mit dem Slogan „Jetzt Wette abgeben“, eine Spielaufforderung, die nicht zulässig ist. Aktuell läuft eine Klage gegen die ebenfalls in Malta ansässige Online-Spielothek SlotMagie. Sie hatte wiederholt vor 21 Uhr auf dem Sender RTL2 für ihr Produkt geworden. Auf die Aufforderung einer Unterlassungserklärung habe SlotMagie nicht reagiert. Einige Kanzleien spezialisieren sich bereits auf Prozesse mit Glücksspielanbietern. September 2010 Der Europäische Gerichtshof (EuGH) konkretisiert die Dienstleistungsfreiheit. Ein Wettmonopol sei nur dann gerechtfertigt, wenn das Land die damit verbundenen Ziele (Bekämpfung der Glücksspielsucht) „in kohärenter und systematischer Weise verfolgt“. Da dies in Deutschland nicht der Fall sei (intensive Werbung für Oddset und keine ernsthafte Begrenzung von Casinos und Geldspielautomaten mit vergleichsweise hohem Suchtpotential), sei das Monopol daher nicht zulässig, urteilte der EuGH. Das Ergebnis: Die Anbieter dürfen ihre Wettangebote auf dem Markt belassen, aber nicht mehr für ihre Produkte werben und nicht mehr als Sponsoren im Sportbereich auftreten.
Beschreibung der Leistung
Ende 1990er Jahre Die Online-Wettbranche wird sichtbar. Die ersten Anbieter wie bwin (damals betandwin) oder bet-at-home kommen auf den unregulierten Markt in Deutschland. 1999 Oddset wird – auch als Reaktion auf die Aktivitäten der Privatunternehmen – als staatliches Angebot von Online-Sportwetten erstmals in Bayern angeboten, ein Jahr später auch bundesweit. Oddset wird – auch als Reaktion auf die Aktivitäten der Privatunternehmen – als staatliches Angebot von Online-Sportwetten erstmals in Bayern angeboten, ein Jahr später auch bundesweit. Januar 2005 Der sogenannte „Sportwett-Skandal“ um Schiedsrichter Robert Hoyzer erschüttert die deutsche Fußball-Landschaft.
Werbeausgaben von Glücksspiel-Anbietern
Es ist der auch öffentlich sichtbarste Auswuchs der Verknüpfung von Spielmanipulation und Sportwettbetrug. Der sogenannte „Sportwett-Skandal“ um Schiedsrichter Robert Hoyzer erschüttert die deutsche Fußball-Landschaft. 2006 Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) fällt ein aufsehenerregendes Urteil: Behandelt wurde die Verfassungsbeschwerde einer Buchmacherin aus München, die auch Sportwetten zu festen Quoten anbieten bzw. ins Ausland vermitteln wollte. Das BVerfG rügte cas casinos in schweiz die derzeitige Ausgestaltung des Wettmonopols. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) konkretisiert die Dienstleistungsfreiheit.
| Werbekanal | Erlaubnis / Einschränkung | Beispiele für Nutzung | Reichweite (geschätzt) |
|---|---|---|---|
| Fernsehen | Erlaubt mit Zeitbeschränkung (ab 21 Uhr) | Werbespots in Abendshows, Sportsendungen | Sehr hoch |
| Internet / Social Media | Erlaubt, zielgruppenspezifisch (keine Minderjährigen) | YouTube-Pre-Rolls, Facebook Ads, Influencer | Hoch, gut segmentierbar |
| Printmedien | Erlaubt in Erwachsenen-publizistik | Anzeigen in Sportzeitschriften, Tageszeitungen | Mittel |
| Sport-Sponsoring | Erlaubt, aber mit Warnhinweisen | Trikotsponsoring bei Fußball-Bundesligisten | Sehr hoch (TV-Präsenz) |
September 2010 Die Bayerische Staatsregierung verbietet bwin weiterhin als Sponsor für den FC Bayern aufzutreten.
- App-Store-Optimierung (ASO) für Casino-Apps
- Push-Benachrichtigungen über aktuelle Promotionen auf dem Smartphone
- Werbeanzeigen in anderen mobilen Apps und Spielen
- SMS-Marketing mit direkten Links zum Anbieter
Der Verein versucht sich vergeblich dagegen zu wehren.
Glücksspiel-Werbung soll staatlich zensiert werden
„Wir cas casino 1 euro mindesteinzahlung haben keine Chancengleichheit“, sagte Ulrich Kemper, Vorstand des FAGS angesichts der „Milliardenumsätze“ der Anbieter. Die „Macht der Sportwetten“ scheint ebenso allgegenwärtig wie die Werbung für das Glücksspiel. Halle (dpa) - Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Bundesländer (GGL) kann Werbung für unerlaubtes Online-Glücksspiel auch im Ausland verbieten, wenn sie auf den deutschen Markt ausgerichtet ist. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt folgte damit der Rechtsauffassung der Glücksspielbehörde mit Sitz in Halle (Saale), wie diese mitteilte. Ausgangspunkt sei eine Unterlassungsverfügung gewesen, die die Behörde gegenüber einem deutschen Streamer mit Sitz im Ausland ausgesprochen hatte.
Wirtschaft spricht von Zensur
Dieser soll unerlaubte öffentliche Glücksspiele beworben haben. Er habe an virtuellen Automatenspielen teilgenommen, sich dabei gefilmt und die Aufnahmen veröffentlicht. Da der Inhalt der Videos in deutscher Sprache erstellt und auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet war, sah sich die Glücksspielbehörde zuständig. Vorstand Ronald Benter von der Glücksspielbehörde begrüßte den Beschluss des Gerichts. Die GGL werde künftig noch stärker gegen Streamer mit Sitz im Ausland vorgehen.
Werbung auf Webseiten
Streamingvideos seien eine führende Werbeform für die Zielgruppe der Minderjährigen. Zum Ende des Jahres waren bei der Glücksspielbehörde 143 Veranstalter gelistet, die legal Glücksspiele im Internet anbieten dürfen. Die Behörde hatte Anfang 2023 ihren Dienst offiziell aufgenommen. Sie kontrolliert und reguliert seitdem länderübergreifend den Markt. Private Unternehmen machen sich das liberalisierte Gewerberecht der ehemaligen DDR zu Nutze und führen Sportwetten zu festen Quoten auch in Deutschland ein. Auch andere Länder greifen bei Stadionwerbung durch, wie zum Beispiel das Land Baden-Württemberg gegen illegale Bandenwerbung des SC Freiburg für Tipico. Die Bayerische Staatsregierung verbietet bwin weiterhin als Sponsor für den FC Bayern aufzutreten.
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